Abstimmungsparolen

Parolen für die Gemeindeversammlung vom 13.12.2017

Nach intensiven Diskussionen beschloss die glp-Hombrechtikon die Ja-Parole zu allen drei Geschäften.

 1. Neufestlegung Gemeindebeitrag für MINIMAX (schuler- gänzende Tagesstrukturen) für das Jahr 2018 von maximal
CHF 170’000

Parole GLP-Hombrechtikon: JA

2. Gebührenverordnung der Gemeinde Hombrechtikon

Parole GLP-Hombrechtikon: JA

3. Budget 2018 und Festsetzung des Steuerfusses

Parole GLP-Hombrechtikon: JA

Abstimmung vom 18. Oktober 2015

Neubauprojekt Alterszentrum Breitlen

GLP lehnt das Neubauprojekt Alterszentrum Breitlen ab und fordert dessen Überarbeitung Der Handlungsbedarf im bestehenden Altersheim ist für die glp offensichtlich gegeben und ein Ersatzneubau die sinnvollste Lösung. Das vorliegende Projekt kann aber nicht überzeugen und muss vor der Realisierung überarbeitet werden. Die glp bedauert, dass Hom’Care beim vorliegenden CHF 51 Mio-Projekt ihrem eigenen Leitbild nicht nachlebt und ein Projekt zur Abstimmung bringt, das den Anforderungen der Nachhaltigkeit im Bereich der Ökologie nicht genügt. Die grössten Probleme ortet die glp aber bei den geplanten Alterswohnungen:

Die neuen Alterswohnungen sollen in einem Gebäude realisiert werden, welches bei eventuellem Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt zu einem Pflegeheim umgenutzt werden kann. Wir betrachten die Baukosten und Mietzinse im Verhältnis zu den vermietbaren Flächen und damit den Erträgen als viel zu hoch. Es ist zwar nicht auszuschliessen, dass in den nächsten 30 Jahren in Hombrechtikon durch Hom’Care mehr Pflegeplätze erstellt werden müssen. Es ist heute aber nicht abzuschätzen, ob dannzumal das Gebäude den gesetzlichen Vorschriften für ein Pflegeheim erfüllen kann. Daher sind diese vorsorglichen Investitionen aus Sicht der glp nicht gerechtfertigt. Diese unnötigen Mehrausgaben führen auch dazu, dass bei den projektierten Alterswohnungen beträchtliche finanzielle Risiken entstehen. Die gewählte Finanzierungsvariante bietet zwar eine Absicherung gegen steigende Zinsen, verbleiben die Zinsen aber so tief wie aktuell, so beträgt der Zinssatz, welcher Hom’Care bezahlen muss 2.1%, da der negative Libor zu den 1.4% dazugerechnet wird. Dazu kommen noch die Risiken, dass die Auslastung nicht wie projektiert 100% beträgt. Damit ist es in den frühen Betriebsjahren gut möglich, dass die Alterswohnungen Verluste generieren. Da die Gemeinde die Alterswohnungen bereits mit massiv vergünstigten Landpreisen finanziell unterstützt, sollen aus Sicht der glp allfällige Alterswohnungen die betrieblichen Risiken der Pflege abfedern und kein zusätzliches finanzielles Abenteuer sein. In Anbetracht des bestehenden Handlungsbedarfs im bestehenden Pflegetrakt fordert die glp Hom’Care auf, innerhalb kurzer Zeit ein angepasstes Projekt, welches ausschliesslich einen Pflegetrakt umfasst, der Stimmbevölkerung vorzulegen. Dieser soll auch wieder die ursprünglich geplanten energetischen und ökologischen Ziele erreichen. Mit der heutigen kompetenten Projektleitung und dem bestehendem Planungsteam sollten die notwendigen planerischen Anpassungen des bestehenden Projekts rasch und ohne grosse Projektänderungskosten gelingen. Nach diesem Entscheid sollen die Bevölkerung, die Gemeinde und Hom’Care nochmals überlegen, was mit dem bestehenden Gebäude passieren soll, wie möglicherweise weitere Alterswohnungen realisiert werden sollen und ob Synergien mit anderen anstehenden Gemeindeaufgaben, z.B. Kinderbetreuung, realisiert werden können.

Die glp Hombrechtikon ist sicher, dass mit einem solchen Vorgehen ein zukunftsfähiges, finanziell tragbares Alterszentrum gebaut werden kann und empfiehlt daher den Hombrechtiker Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die beiden Vorlagen am 18. Oktober abzulehnen.

Offizielle Medienmitteilung vom 24.9.2015